Die Höchstgeschwindigkeit ist nicht das Ziel, sondern die Obergrenze. Lerne die gesetzlichen Limiten für alle Strassentypen und wann du noch langsamer fahren musst.
Allgemeine Höchstgeschwindigkeiten
In der Schweiz gelten folgende allgemeine Höchstgeschwindigkeiten für Personenwagen, sofern keine andere Signalisation vorhanden ist:
50 km/h innerorts (gilt ab dem Signal «Ortschaft»)
80 km/h ausserorts (auf Landstrassen ohne besondere Signalisation)
100 km/h auf Autostrassen (signalisiert mit dem grünen Autostrassen-Signal)
120 km/h auf Autobahnen (signalisiert mit dem grünen Autobahn-Signal)
In besonderen Zonen und für bestimmte Fahrzeugtypen gelten abweichende Geschwindigkeitsvorschriften:
80 km/h für Fahrzeuge mit Anhänger (auch auf Autobahn und Autostrasse)
60 km/h für schwere Motorwagen und Gesellschaftswagen ausserorts
40 km/h in Begegnungszonen (Fuss- und Fahrzeugverkehr auf gleicher Ebene)
30 km/h in Tempo-30-Zonen (häufig in Wohnquartieren)
20 km/h in Wohnstrassen (mit Fussgänger-Vortritt)
5 km/h auf Fussgängerbereichen (nur ausnahmsweise befahrbar)
Geschwindigkeit anpassen
Die zulässige Höchstgeschwindigkeit ist ein Maximum, kein Zielwert. Jeder Fahrer ist verpflichtet, die Geschwindigkeit den aktuellen Verhältnissen anzupassen – Strassenzustand, Sichtweite, Verkehrsdichte, Wetter und Fahrzeugbeladung sind dabei massgebend.
Der Anhalteweg setzt sich aus Reaktionsweg und Bremsweg zusammen. Bei doppelter Geschwindigkeit vervierfacht sich der Bremsweg. Wer zu schnell fährt, gefährdet sich und andere – und haftet im Schadensfall.
Gefahren: Aquaplaning, Glatteis und Regen
Aquaplaning entsteht, wenn sich zwischen Reifen und Fahrbahn ein Wasserfilm bildet und der Reifen keinen Grip mehr hat. Das Fahrzeug lässt sich dann kaum noch lenken oder bremsen. Gegenmasnahmen: Geschwindigkeit reduzieren, Reifen mit gutem Profil verwenden, nicht abrupt bremsen oder lenken.
Bei Glatteis erhöht sich der Bremsweg drastisch – auf das bis zu Zehnfache des normalen Weges. Die einzige wirksame Massnahme ist extreme Geschwindigkeitsreduktion und grösste Vorsicht. Auch mit Winterreifen bleibt Glatteis gefährlich.
Bei Regen und Nässe sinkt die Haftung der Reifen. Der Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug muss entsprechend vergrössert werden. Scheinwerfer müssen bei schlechter Sicht eingeschaltet werden.
Lernziel erreicht?
Wiederhole die wichtigsten Punkte und stelle sicher, dass du alle Regeln sicher kennst – für die Theorieprüfung und die Praxis.