Die Anhaltestrecke ist zusammengesetzt aus Reaktionsweg und Bremsweg. Das Verständnis dieser Zusammenhänge ist fundamental für eine sichere Fahrweise.
Die Anhaltestrecke
Die Anhaltestrecke beginnt beim Erkennen der Gefahr und endet, wenn das Fahrzeug stillsteht. Sie setzt sich zusammen aus:
Reaktionsweg (vom Erkennen der Gefahr bis zum Greifen der Bremsen)
Bremsweg (vom Greifen der Bremsen bis zum Stillstand)
Die Anhaltestrecke ist abhängig von der Geschwindigkeit, dem Fahrer (Befinden, Alkohol, Reaktionsvermögen), der Fahrbahn (nass, trocken) und dem Fahrzeug (Bremsen, Stossdämpfer, Reifen).
Reaktionsweg + Bremsweg = Anhalteweg
Reaktionszeit und Reaktionsweg
Die Reaktionszeit dauert durchschnittlich eine Sekunde – vom Erkennen der Gefahr bis zum Greifen der Bremsen. Sie ist stark abhängig vom Zustand des Fahrers (Befinden, Alkohol, Medikamente, Müdigkeit).
Das Erstellen der Bremsbereitschaft (Fuss aufs Bremspedal vorausschauend stellen) verkürzt die Reaktionszeit um etwa zwei Drittel.
Der Bremsweg
Der Bremsweg wird vor allem von der Geschwindigkeit beeinflusst:
Bei doppelter Geschwindigkeit verlängert sich der Bremsweg auf das Vierfache
Bei dreifacher Geschwindigkeit auf das Neunfache
Bei sehr schlechten Verhältnissen (Schnee, nasses Laub) wird der Bremsweg um ein Vielfaches länger
Das zeigt, wie wichtig eine vorausschauende Fahrweise ist: rechtzeitiges Beobachten, frühzeitige Geschwindigkeitsreduktion und das Erstellen der Bremsbereitschaft.
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